Vor rund einem Jahr durfte ich die Funktion des Radverkehrsbeauftragten von Hans Preitler übernehmen. Diese Aufgabe ist für mich ein klarer Auftrag: die Rahmenbedingungen für alle Menschen in Gratkorn zu verbessern, die mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Gerade in Zeiten angespannter Budgets ist es wichtig, kluge und nachhaltige Investitionen zu setzen. Der Ausbau der Radinfrastruktur ist dabei eine der effizientesten Maßnahmen überhaupt. Denn jeder Weg, der mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, ist ein Gewinn – für die Umwelt, für die Lebensqualität in unserer Gemeinde, und vor allem auch für unsere Volkswirtschaft.
Denn: Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, stärkt die eigene Gesundheit, reduziert signifikant das Risiko für Herz-Kreislauf-erkrankungen, und entlastet damit unser Gesundheitssystem. Weniger Krankenstände, geringere Gesundheitskosten und eine höhere Lebensqualität kommen letztlich uns allen zugute. Gleichzeitig bedeutet jeder nicht mit dem Auto gefahrene Kilometer weniger Verkehrs-belastung, weniger Lärm und bessere Luft für Gratkorn.
Der Frühling bietet die perfekte Gelegenheit, wieder öfter aufs Rad zu steigen. Ob für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder einfach für eine Freizeitfahrt: Jede einzelne Strecke zählt.
Die Marktgemeinde Gratkorn profitiert in vielfacher Weise von mehr Radverkehr. Mehr Radfahren bedeutet auch für mehr Lebensqualität, denn die Radverkehrsförderung bedeutet Mobilitätssicherung und trägt wesentlich zum Klimaschutz bei. Daher hat die Marktgemeinde Gratkorn es zum Ziel gesetzt, die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern, die Nutzung des Fahrrades attraktiver und sicherer zu gestalten und den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen deutlich zu erhöhen.
Zu diesem Zweck wurde auch beschlossen, ein umfassendes Radverkehrskonzept zu erstellen, das wesentliche Akzente im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Verkehrs in Gratkorn setzt.
Das Radverkehrskonzept dient als wesentliche Grundlage zur weiteren Vorgehensweise für die Förderung des Alltagsradverkehrs und zur Steigerung des Radverkehrsanteils in den beiden Marktgemeinden Gratwein-Straßengel und Gratkorn und entspricht den wesentlichen Zielen der Radverkehrsstrategie Steiermark.
Wichtiger Faktor dabei ist eine 3-Säulenstrategie, welche die Maßnahmen in der Radwegeinfrastruktur einerseits und in der Bewusstseinsbildung und Schaffung positiver Rahmenbedingungen andererseits umfasst und darüber hinaus die Installierung eines Radverkehrsbeauftragten als wesentliches Element vorsieht. Der Radverkehrsbeauftragte in unserer Gemeinde ist Gemeindevorstandsmitglied, Herr Mag. Hans Preitler.
Einige Maßnahmen, die im Radverkehrskonzept vorgesehen sind, wurden bereits in den vergangenen Jahren umgesetzt.